Das Wichtigste in Kürze
- Prüfen Sie Handelsregistereintrag und kantonale Bewilligung — in Basel-Landschaft regelt das Polizeigesetz die Bewilligungspflicht für private Sicherheitsunternehmen.
- Ein seriöser Anbieter will Ihr Objekt oder Ihren Anlass kennen, bevor er offeriert, und legt ein schriftliches Konzept vor.
- Fragen Sie nach Auswahl, Instruktion und Einsatzleitung des Personals sowie nach der Erreichbarkeit ausserhalb der Bürozeiten.
- Achten Sie im Vertrag auf klaren Leistungsumfang, Rapportierung, Haftpflichtversicherung, Laufzeit und Kündigungsfristen.
- Ein Preis, der die gesetzlichen und gesamtarbeitsvertraglichen Lohnkosten kaum decken kann, ist ein Warnsignal.
1. Rechtliche Grundlagen prüfen
Am Anfang steht die Frage, ob der Anbieter überhaupt berechtigt ist, Sicherheitsdienstleistungen zu erbringen. Im Kanton Basel-Landschaft ist das Bewilligungswesen für private Sicherheitsdienstleistungen im Polizeigesetz geregelt (§§ 51a–51q); Sicherheitsunternehmen benötigen grundsätzlich eine Betriebsbewilligung des Kantons. Ausnahmen bestehen unter anderem für Unternehmen, die bereits über eine Bewilligung eines anderen Kantons verfügen (Informationen der Polizei Basel-Landschaft).
Die Regeln unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Fragen Sie den Anbieter deshalb direkt, über welche Bewilligung er verfügt und für welchen Kanton sie ausgestellt wurde. Den Handelsregistereintrag und die UID-Nummer können Sie selbst im zentralen Firmenindex Zefix prüfen.
- Ist die Firma im Handelsregister eingetragen, und stimmen Name, Sitz und UID mit der Offerte überein?
- Über welche kantonale Bewilligung verfügt der Anbieter?
- Ist eine Betriebshaftpflichtversicherung vorhanden, und in welcher Höhe?
2. Bedarfsanalyse und Konzept
Ein guter Sicherheitsdienst stellt zuerst Fragen: Was soll geschützt werden, wovor, zu welchen Zeiten, und was ist bisher passiert? Erst daraus lässt sich ableiten, ob eine feste Wache, ein Revierdienst, Technik oder eine Kombination die richtige Lösung ist. Wer ohne Besichtigung oder Rückfragen pauschal offeriert, kennt Ihr Risiko nicht.
- Hat der Anbieter das Objekt besichtigt oder den Anlass im Detail besprochen?
- Liegt ein schriftliches Konzept mit Aufgaben, Zeiten und Abläufen vor?
- Ist geregelt, was im Ereignisfall passiert und wer informiert wird?
3. Personal, Instruktion und Einsatzleitung
Die Qualität eines Sicherheitsdienstes steht und fällt mit den Menschen vor Ort. Fragen Sie, wie Mitarbeitende ausgewählt und auf Ihren Auftrag instruiert werden, wer die Einsatzleitung innehat und wie Ablösungen organisiert sind. Bei wiederkehrenden Einsätzen ist es ein Vorteil, wenn möglichst dieselben Personen eingesetzt werden, die Ihr Objekt kennen.
- Wie werden Mitarbeitende auf Ihr Objekt oder Ihren Anlass eingewiesen?
- Gibt es eine verantwortliche Einsatzleitung, die Sie direkt erreichen?
- Wie wird bei Krankheit oder Ausfällen Ersatz sichergestellt?
- Passen Auftritt, Sprachkenntnisse und Umgangsformen zu Ihrem Umfeld?
4. Erreichbarkeit und Rapportierung
Sicherheit endet nicht um 18 Uhr. Klären Sie, wie der Anbieter ausserhalb der Bürozeiten erreichbar ist und wie Vorfälle gemeldet werden. Rapporte machen sichtbar, was tatsächlich geleistet wurde, und helfen, das Konzept laufend zu verbessern.
- Ist der Anbieter für laufende Aufträge rund um die Uhr erreichbar?
- In welcher Form und wie schnell erhalten Sie Rapporte und Vorfallmeldungen?
- Gibt es regelmässige Besprechungen zur Qualität?
5. Vertrag und Preis
Ein klarer Vertrag schützt beide Seiten. Er sollte Leistungen, Zeiten, Zuschläge, Haftung, Vertraulichkeit sowie Laufzeit und Kündigung eindeutig regeln. Beim Preis gilt: Vergleichen Sie gleiche Leistungen, und hinterfragen Sie auffällig tiefe Angebote. Für die Branche gilt ein allgemeinverbindlich erklärter Gesamtarbeitsvertrag mit Mindestlöhnen; mehr dazu in unserem Ratgeber Was kostet ein Sicherheitsdienst?.
- Sind alle Leistungen und Zuschläge in der Offerte nachvollziehbar aufgeführt?
- Wie sind Haftung, Schlüsselverwaltung und Vertraulichkeit geregelt?
- Welche Laufzeit und welche Kündigungsfristen gelten?
6. Passt der Anbieter zu Ihrem Auftrag?
Nicht jeder Sicherheitsdienst ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet. Für einen Eventschutz zählen Erfahrung mit Publikum und Einlass, beim Objektschutz Zuverlässigkeit und Ortskenntnis, beim Personenschutz Diskretion und Planung. Fragen Sie konkret, wie der Anbieter vergleichbare Aufgaben angeht — ohne dass er dafür vertrauliche Kundennamen preisgeben muss.
Wingsecurity beantwortet diese Fragen gerne in einem unverbindlichen Gespräch. Wir verfügen über die kantonale Bewilligung für Sicherheitsdienstleistungen, sind im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen (UID CHE-432.181.793) und antworten auf Anfragen innerhalb eines Arbeitstages.